Vor der Operation - Philosophie
Philosophie

Gesundheit ist nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Vorhandensein körperlichen und seelischen Wohlbefindens.
Demnach ist ein Mensch, der für den Arzt nachvollziehbar unter seinem Aussehen leidet, nicht wirklich gesund.
Auch wenn die Kosten für eine sogenannte Schönheitsoperation nicht von den Krankenkassen übernommen werden, trifft die oft geäußerte Kritik, der "Nasenchirurg" würde gesunde Menschen operieren, nicht zu.

Die Grenze zwischen gesund und nicht gesund zu erkennen ist nicht einfach. Das gilt insbesondere für diejenigen, die eine Operation wegen nur geringfügiger Formabweichung ihrer Nase anstreben und für solche, die noch zu jung und seelisch ungefestigt sind.
In jedem Fall muss ich als verantwortlicher Arzt und Chirurg jene Grenze kennen und nach ausführlicher Beratung nicht jeden Operationswunsch annehmen. Ich empfehle, das Ergebnis der Beratung mit vertrauten Freunden oder Familienangehörigen reiflich zu überlegen.
Darüber hinaus halte ich es immer für sinnvoll, einen zweiten Operateur zu konsultieren.

Sind alle Bedenken ausgeräumt, ist allerdings zu erwarten, dass eine operierte Nase als markanter Mittelpunkt des Gesichts wesentlich zu dessen Verschönerung und damit zur Gesundung beiträgt!

Unabhängig von dem Aufwand, den eine Nasenkorrektur mit sich bringt, weise ich darauf hin, dass selbst ein perfektes Operationsergebnis von Freunden oder Verwandten manchmal kaum bemerkt wird.
Diejenigen Patienten, die die Operationsentscheidung ausschließlich für sich selbst getroffen haben, sind von einer solchen "Nichtreaktion" angenehm überrascht. Andere, die in erster Linie auf Aussenwirkung gesetzt haben, können zunächst enttäuscht sein. Nach einer Gewöhnungszeit und dem Vergleich mit den alten Fotos wird der Erfolg dann doch deutlich.