FAQ
Antworten auf die häufigsten Fragen

Im Vorfeld: Wie finde ich meinen Operateur?

In der Regel sind es Fachärzte aus unterschiedlichen chirurgischen Disziplinen, die Nasenkorrekturen durchführen.
Dazu zählen: HNO-Ärzte, plastische Chirurgen und Kieferchirurgen.

Die Suche nach dem richtigen Operateur wird Ihnen leider nicht leicht gemacht. Die Bezeichnung "Nasenchirurg" ist nicht geschützt und jeder Operateur kann diesen Zusatz seinem Namen hinzufügen.
Das Ausbildungsniveau und die persönliche Qualifikation einzelner Operateure unterscheiden sich erheblich, und: ein guter Busenchirurg muss nicht zwangsläufig ein ebenso guter Nasenoperateur sein!

Die Nasenkorrektur gehört zu den schwierigsten Eingriffen unter den plastisch-kosmetischen Operationen. Es ist in jedem Fall ratsam, sich vor einem derartigen Eingriff gründlich zu informieren, denn nach der Devise "Kein Problem, das ist eine Kleinigkeit" sind oft unangenehme Überraschungen vorprogrammiert.
Entscheidungshilfe kann eine der plastisch chirurgischen Gesellschaften sein.
Zum Beispiel bei den Mitgliedern der Expertenrat Deutscher Nasenchirurgen e.V werden Sie einen Fachchirurgen in Ihrer Wohnnähe finden. Wegen der Notwendigkeit der intensiven Nachbetreuung rate ich von weiten Reisen zu einer Operation ab.

Bei der Wahl ihres Operateurs stehen die fachlichen Aspekte im Vordergrund. Nach Möglichkeit sollten Sie die menschlichen aber nicht ganz ausser Acht lassen. Auch die Zeit nach der Operation erfordert ärztliche Betreuung, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Ein "gutes Gefühl" gehört eben auch dazu!

 

Was kostet eine Nasenoperation bei Ihnen?
In der Regel liegt der Preis für eine kosmetische Nasenoperation bei mir zwischen 2.700 Euro und 4.500 Euro (zzgl. Narkosekosten). Der genaue Betrag hängt von Umfang, Dauer und Schwierigkeitsgrad der geplanten Operation ab. Ihr Nasentyp (siehe Einteilung der Nasentypen) gibt Ihnen einen Anhaltspunkt für die zu erwartenden Kosten.

Warum können die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden?
Weil es sich bei der Operation der äußeren Nase in der Regel um eine Schönheitsoperation handelt. Die Krankenkassen übernehmen nur die Kosten für medizinisch notwendige Eingriffe.

Wie lange bin ich arbeitsunfähig?
Sie tragen nach der Operation einen speziellen Nasengips, der nach etwa einer Woche abgenommen oder noch einmal erneuert wird.
Nach der Gipsabnahme wird ein Spezialpflasterstreifenverband angelegt, mit dem Sie auch arbeiten können.
Je nach Arbeitsplatz können Sie Ihre Berufstätigkeit nach zwei bis drei Wochen wieder aufnehmen.

Kann ich mir eine neue Nase aus der Zeitung aussuchen?
Nein. Die neue Nase muss zu ihrem Gesicht passen und dessen individuellen Proportionen entsprechen.
Außerdem dürfen die Nasenwege nicht zu eng werden. Sie sollen ja weiterhin gut atmen und riechen können!

Wann darf ich wieder Sport treiben? Duschen, Baden, in die Sonne?
Alles, was den Kreislauf sehr anregt (heiße Bäder, Sauna, Sport) sollten Sie 3 bis 6 Wochen lang vermeiden.
Intensive Sonnenbäder nehmen Sie bitte erst nach 2 bis 3 Monaten. Dies hängt vom Einzelfall ab und kann nach 4 Wochen entschieden werden.

Ist das geplante Operationsergebnis garantierbar?
Die beim Beratungsgespräch festgelegte operative Zielvorstellung kann in der Regel erreicht werden.
Wegen der von Mensch zu Mensch unterschiedlich ablaufenden Gewebereaktionen nach einer Operation ist das Ergebnis jedoch nicht exakt vorher bestimmbar.
Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher die Veränderung der Nase sein soll, desto unberechenbarer wird das Ergebnis und desto eher muss mit einer Nachoperation gerechnet werden.

Werde ich nach der Operation Schwellungen oder Schmerzen haben?
Während der Operation befinden Sie sich in Vollnarkose.
Nach dem Aufwachen können mehr oder weniger starke Schwellungen und Blutergüsse auftreten, die jedoch nach wenigen Tagen abklingen.
Durch verbesserte Operationsmethoden treten Schmerzen in der Regel nur in geringem Umfang auf, die sich mit einfachen Schmerzmitteln behandeln lassen.

Mit welchen Komplikationen muss ich rechnen?
Geruchs- und Geschmacksirritationen verschwinden mit den Schwellungen. Bleibende Störungen sind extrem selten.
 
In Ausnahmefällen können Hautveränderungen (z.B. Hautrötungen) oder Narbenschmerzen auftreten.
 
Relativ häufig werden Missempfindungen oder Taubheitsgefühle angegeben. Diese bilden sich im Laufe von einigen Wochen zurück.
 
In Einzelfällen bleibt die Nase über längere Zeit berührungsempfindlich.
 
Auch nach Wochen und Monaten können Veränderungen der Nasenform auftreten (siehe OP-Ablauf/Nachoperation).
 
Allgemeine Operationsrisiken, wie die Gefahr der Wundinfektion, Wundheilungsstörung und Nachblutung bestehen auch bei einer Nasenoperation, sind aber extrem selten.